Er ist schon ein alter »Synodenfuchs«. Denn es war bereits seine vierte Bischofsynode: Thomas Söding war zuletzt als theologischer Experte im Oktober 2023 genauso wie im Oktober 2024 dabei, und er hat sich auf der Weltsynode – bei der unter bis zu 380 Synodalen auch »Nicht-Bischöfe« teilnahmen und stimmberechtigt waren, darunter erstmals 56 Frauen (von denen 39 stimmberechtigt waren) – eingebracht: beobachtend, beratend, als Textverfasser.
Das Kürzel »SMS« steht in dem Fall für: Synode mit Söding. Sein Buch ist eine geradezu atemberaubende Chronik und Analyse eines Ereignisses, das den Geist des Zweiten Vatikanums atmet: kollektive Wahrheitsfindung. Die Stimmungsbilder, die er vermittelt, zeigen, dass das Projekt Synodalität die römisch-katholische Kirche nachhaltig verändert. Leo XIV. setzt den Weg von Franziskus, der den weltweiten synodalen Prozess in die Verlängerung bis 2028 geschickt hatte, fort.
Artikel in Christ in der Gegenwart, Nr. 12 vom 22.03.2026, S. 6-7.