Der deutsche Schriftsteller und Romancier Martin Mosebach ist ein glühender Vertreter der »Alten Messe«. Sein vielfach aufgelegtes Buch »Häresie der Formlosigkeit« von 2002 ist eine Streitschrift und hat mittlerweile Kultstatus.

Kritik an schlampigen Liturgien ist berechtigt. Die Sehnsucht nach Ehrfurcht und Form, nach Sakralität und Stille, nach einer Ästhetik des Glaubens auch. Aber lässt sich das Rad der Zeit zurückdrehen? Wäre das nicht eine Rückkehr zur reinen Priesterliturgie? Was ist ein »schöne Liturgie«? Nur das, was »früher« war? Ich analysiere Mosebachs Kritik in aller gebotenen Kürze.

Eine Sonderausgabe der Wochenzeitung »Die Furche« mit Gast-Chefredakteur Michael Köhlmeier widmet sich dem Thema Schönheit mit vielen Facetten.

Artikel, veröffentlicht in: Die Furche, Nr. 42, 22.10.2026, S. 15.