Die traditionellen Biblischen Tage der Katholischen Akademie in Bayern in München am Beginn der Karwoche (30.03. bis 01.04.2026) waren in diesem Jahr dem Thema »Jesus (Christus)« gewidmet. Der Trierer Neutestamentler Hans-Georg Gradl brachte namhafte Professorinnen und Professoren (NT) zusammen. Ich sollte am Ende der Tage eine Brücke schlagen von der Exegese zur systematischen Theologie: Von der Bibel in die Dogmengeschichte.

Auch 1700 Jahre nach dem ersten Ökumenischen Konzil in Nizäa (325 n. Chr.), dem heutigen İznik in der Westtürkei, fragen wir uns: Was bedeutet das und wie geht das: Jesus der Christus, »eines Wesens« mit Gott, dem Einen und Ewigen? Das bleibt eine intellektuelle Herausforderung – und ist bis heute Teil unseres Glaubensbekenntnisses, überkonfessionell übrigens, allen späteren Spaltungen vorausgehend.